Frank London’s Ghetto Songs

Künstler

Frank London

Mit Frank London verbindet uns eine langjährige Freundschaft.
Seit Bestehen unserer Agentur haben wir den New Yorker Musiker begleitet und im Laufe der Jahre unzählige Konzerte mit den Klezmatics, (deren Gründungsmitglied er ist), seinen Frank London Klezmer Brass All Stars oder dem Side-Projekt dem Projekt Brotherhood Of Brass ( zusammen mit dem Boban Markovich Orchestra) organisiert.

Er spielte mit John Zorn, LL Cool J, Mel Torme, Lester Bowies Brass Fantasy, LaMonte Young, They Might Be Giants, David Byrne, Jane Siberry, Ben Folds 5, Mark Ribot, Maurice El Médioni und Gal Costa und ist Gast auf über 100 Alben. Zu seinen eigenen Veröffentlichungen zählen „Invocations“ (Kantorale Musik); Frank London’s Klezmer Brass Allstars „Di Shikere Kapelye“, „Brotherhood of Brass“; „Nigunim“ und „The Zmiros Project“ (jüdische mystische Gesänge, mit  dem Sänger Lorin Sklamberg von den Klezmatics); „The Debt“ (Film- und Theatermusik); „The Shekhina Big Band“; dem Soundtrack zu „The Shvitz“ und Perl Glucks „The Divahn“ sowie vier Veröffentlichungen mit der Hasidic New Wave. Zu Frank Londons Projekten gehören auch die Folk-Oper „A Night in the old Marketplace“ (basierend auf Y.L. Peretzs Bay „nakht oyfn altn mark“), „Davenen“ für Pilobolus und die Klezmatics, Great Small Works‘ „The Memoirs of Gluckel of Hameln“ und Min Tanakas „Romance“. Er komponierte Musik für John Sayles‘ „The Brother from another Planet“ und „Men with Guns“, Yvonne Rainers „Murder and Murder“, das tschechisch-amerikanische Marionettentheater „Golem“ und Tamar Rogoffs „Ivye Project“.

Frank London war musikalischer Leiter bei David Byrne und Robert Wilsons „The Knee Plays“, arbeitete mit dem palästinensischen Violinisten Simon Shaheen, unterrichtete Jüdische Musik in Kanada, auf der Krim und den Catskills und produzierte CDs für die Gypsylegende Esma Redzepova und den algerischen Pianisten Maurice El Médioni. Er war Gast in HBOs „Sex and the City“, auf dem North Sea Jazz Festival und dem Lincoln Center Summer Festival. Außerdem ist Frank Mitbegründer der Les Miserables Brass Band und  Klezmer Conservatory Band.

Mit seinen Klezmer Brass Allstars und den Klezmatics erweckt Frank London die unfehlbare musikalische Ekstase und damit das Erbe jiddischer und osteuropäischer jüdischer Musik zu neuem Leben.
Kulturscout Jenny Romaine von Jenny’s, What’s Up L.A. kommentiert: „Er hat eine Verbindung zu Avantgarde, Jazz, ethnischer Musik, und er gehört zu jenen, die im späten zwanzigsten Jahrhundert die jüdische Musik erforschen, die um die verschiedene Aspekte unserer Situation als Juden weiß.“

Aktuell kümmern wir uns ausschließlich um Franks Solo-Projekte, in denen er immer neue Ideen verwirklicht.

So hat er im April 2019 unter dem Titel „Ghetto Songs“ eine Auftragskomposition für die Elbphilharmonie Hamburg realisiert.

GHETTO SONGS

In Venedig entstand vor rund 500 Jahren das erste Ghetto. Judenviertel gab es schon in anderen Städten, eine von Mauern und Toren begrenzte Kleinstadt jedoch nur in Venedig. Für ihre Bewohner bedeutete sie sowohl Schutz als auch Unfreiheit. Der in New York lebende Klezmermusiker Frank London hat sich mit der spezifischen Musik beschäftigt, die durch kulturelle Isolation entsteht, und ein Programm entworfen, das venezianische Gondellieder, Synagogalmusik, mittelalterliche italienische Poesie, biblische Texte und politische Songs miteinander verbindet.